Diaetologinnen und Diaetologen in der Primärversorgung

Beitrag erstellt von Verband der Diaetologen Österreichs

Prof.in Andrea Hofbauer, MSc, MBA


DiaetologInnen sind gesetzlich anerkannte ErnährungsexpertInnen und unterstützen PatientInnen/KlientInnen bei der Lösung von Ernährungsproblemen aller Art. Sie werden bei sämtlichen ernährungsrelevanten Problemstellungen sowohl in Therapie als auch Prävention eigenverantwortlich eingesetzt.

Die Bedeutung einer richtigen Ernährung für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers ist heute unbestritten. Im Rahmen von zahlreichen Erkrankungen, beispielsweise des Stoffwechsels, des Gastrointestinaltrakts, bei Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten, Lungenerkrankungen (COPD) Übergewicht und Adipositas, Mangelernährung, Nierenerkrankungen, Schluckstörungen und onkologischen Erkrankungen sind ernährungstherapeutische Maßnahmen unerlässlich und ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzeptes.

Die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Evaluierung von Ernährungstherapien bzw. diaetologischen Interventionen zählen zu den wichtigsten Aufgaben. DiaetologInnen arbeiten in multidisziplinären Teams.

Beispiele für diaetologische Leistungen im Rahmen der Primärversorgung:

  • Planung und Durchführung von Ernährungsprojekten im Rahmen der Prävention.
  • Individuelle ernährungstherapeutische Behandlung von PatientInnen – dies umfasst u.a. die Erhebung der Ernährungsanamanese, das Ernährungsassessment, diaetologische Befundung, Zieldefinition, Therapieplanung inklusive Beratung der Patienten und deren Angehörigen, Evaluierung der Ernährungstherapie und Dokumentation.
  • Planung und Durchführung von Patientenschulungsprogrammen (z.B. Diabetesschulung, Gewichtsmanagement, u.v.m.)
  • Angehörigenaufklärung und –schulung
  • Vorträge zu div. Ernährungsthemen

Die ernährungstherapeutische Behandlung von Menschen verlangt ein hohes Wissen und ist mit einer großen Verantwortung verbunden. Heutzutage sind die Menschen zunehmend verunsichert aufgrund der Vielfalt von Ernährungsinformationen und selbsternannten Ernährungsexperten. Umso wichtiger erscheint es, ausgewiesene ErnährungsexpertInnen einzusetzen, die über die erforderlichen Kompetenzen verfügen.

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